Siren

Dienstag, 22. Mai 2018

Fakten:
Buchtitel: Siren
Originaltitel: The Siren
Autor: Kiera Cass
Verlag:  FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch
Buchreihe: /
Seitenanzahl: 320 Seiten
ISBN: 978- 3733502911
Preis: 9,99€ Kindle, 12,99€ Taschenbuch

Inhaltliches:
Erzählperspektive: erste Person aus der Sicht von Kahlen
Lesbarkeit:  sehr flüssig
Besonderheiten des Buches: /

Klappentext:
Kahlens Familie kommt bei einem Schiffsunglück ums Leben. Sie selbst wird als Einzige gerettet – von drei betörenden jungen Frauen: Sirenen. Wunderschön und unsterblich. Von nun an ist Kahlen eine von ihnen. Scheinbar ein ganz normales Mädchen, doch ihr Leben gehört dem Meer. Jeder Mensch, der ihre Stimme hört, muss sterben. Und so schweigt sie. Bis sie Akinli begegnet, einem jungen Studenten, der Kahlen auch völlig ohne Worte versteht. Nach nur wenigen Stunden haben nicht nur ihre Herzen, sondern auch ihre Seelen zu einander gefunden. Und als Akinli schwer erkrankt, droht auch der eigentlich unsterblichen Kahlen der Tod.

Charaktere:
Kahlen ist die Protagonistin der Geschichte und eine Sirene, die seit 80 Jahren im Dienst der See steht. Sie dient dem Meer, zusammen mit ihren Schwestern, den anderen Sirenen. Während Kahlen ihren Frieden in den Büchern sucht, gehen ihre Schwestern anderen Dingen nach. So mischen diese sich unter die Leute, malen Bilder oder setzen die Reize eine Sirene ein. Die Sirenen fand ich ganz nett, aber auch nicht sonderlich sympathisch. Mit Kahlen konnte ich leider nicht so viel anfangen, oft erschien sie mir wie eine willenlose Marionette, die sich von anderen leiten lässt. Zwar konnte ich ihre Entscheidungen irgendwie nachvollziehen, aber oftmals empfand ich sie doch als mühsam. Ihre Schwestern fand ich schon interessanter, auch wenn ich mir mehr Hintergrundinformationen über sie gewünscht hätte. Akinli ist ein Charakter, den ich leider als richtig nervig empfunden habe. Zwar fand ich ihn anfangs recht nett und interessant, da er sich so für Kahlen interessiert hatte, doch ständig scheint er nett zu sein und verzeiht es Kahlen ohne groß nachzudenken, dass diese sich monatelang nicht bei ihm gemeldet hatte und dass sie sich auch nicht verabschiedet hatte. Das fand ich wirklich sehr eigenartig. Schade, ich hätte von Kiera mehr Charaktertiefe erwartet.

Inhalt:
Kahlen verliert ihre Familie, als diese einen Schiffbruch erleiden und wird von der See gerettet und als Sirene in ihren Dienst gestellt. Sie muss 100 Jahre ihrem Willen untergeordnet sein und für diese singen. Kahlen beugt sich dem Willen der See und lebt ein langes Leben, sie ist unsterblich und wunderschön. Sie mischt sich als normales Mädchen unter die Menschen, jedoch mit einer Ausnahme: Sie darf nicht sprechen. Jeder der ihre Stimme hört, findet den Tod. Eines Tages begegnet ihr Akinli und sie verliebt sich in ihm. Doch diese Liebe scheint sie zu zerstören.
Mit Freuden habe ich mich auf dieses Buch gestürzt, Selection habe ich verschlungen und geliebt, also war für mich klar, dass ich auch Siren lesen musste. Leider konnte mich dieses Buch nicht von sich überzeugen. Die Welt, die Kiera hier aufgebaut hat, ist interessant. Ich mag die Idee mit der See als eigenständiges Wesen, das ihre Kinder, die Sirenen, bei sich hält und mit ihnen spricht. Doch leider fand ich das Buch durchwegs langweilig. Die Handlung hat mich nicht von sich überzeugt, sie ist schleppend und kein einziges Mal kommt wirklich Spannung auf oder etwas, das mich fesselt. Interessant fand ich den Fantasyteil, doch auch davon hätte ich mir mehr gewünscht. Es wäre toll gewesen, wenn auf die See mehr eingegangen wäre, oder wenn mehr über die Gaben der Sirenen beschrieben worden wäre. Die Liebesgeschichte konnte mich auch nicht so recht von sich überzeugen, die Szenen mit Akinli und Kahlen fand ich zwar ganz süß und niedlich, aber auch nicht richtig packend. Der Spannungsbogen fehlt meiner Meinung nach komplett, ständig habe ich auf eine Wendung gehofft, oder auf einen Höhepunkt. Aber da hatte ich zu viel gehofft.  Siren konnte mich nicht von sich überzeugen, was sehr schade ist, denn die Thematik mit Sirenen und Meerwesen finde ich doch sehr interessant.

Cover:
Das Cover erinnert mich stark an die Selection Reihe, nur, dass man hier ein Mädchen von hinten sieht, sie scheint vor einem Meer zu stehen. Es passt gut zum Inhalt. Leider konnte mich der Inhalt nicht von sich überzeugen, so wie es das Cover konnte.

Empfehlenswert: Naja, die Geschichte ist ganz nett, aber auch nicht spannend. Wer eine nette Geschichte für zwischendurch sucht, die ohne großartige Spannung auskommt, wird mit Siren seine Freude haben. Wer allerdings auf etwas Action hofft, sollte hiervon die Finger lassen.  






Die Dreizehnte Fee - Entschlafen

Samstag, 19. Mai 2018

Fakten:
Buchtitel: Die dreizehnte Fee - Entschlafen
Originaltitel: Die dreizehnte Fee - Entschlafen
Autor: Julia Adrian
Verlag:  Drachenmond Verlag
Buchreihe: Die dreizehnte Fee, Band 3
Seitenanzahl: 320 Seiten
ISBN: 978- 3959911337
Preis: 1,99€ Kindle, 12,00€ Taschenbuch

Inhaltliches:
Erzählperspektive: erste Person aus der Sicht der dreizehnten Fee
Lesbarkeit:  sehr flüssig
Besonderheiten des Buches: am Ende des Buches werden die Geschichten der Feen kurz zusammengefasst

Klappentext:
"Keine Geschichte sollte endlos währen. Es muss ein Ende geben. Es gibt immer eines." Die Königin der Feen steht einem neuen Feind gegenüber, der noch mächtiger scheint als alle Schwestern zusammen. Es gibt nur einen Weg ihn aufzuhalten: Lillith muss ihre Kräfte zurückerlangen und zu dem werden, was sie am meisten fürchtet. Doch wer ist wirklich Freund und wer ist Feind? »Wohin gehst du?«, rufe ich und will ihn am liebsten aufhalten. »Jagen«, antwortet er kurz angebunden, dann verschwindet er und lässt mich zurück. Er gibt mich frei. Meine Zeit ist noch nicht gekommen. Aber unsere scheint vorbei.

Charaktere:
Über die Charaktere gibt es nicht viel zu sagen, wer Band ein uns zwei gelesen hat, kennt sie bereits. Der Werdegang Liliths hat mich teilweise doch erschreckt, aber andererseits habe ich ihre Handlungen auch nachvollziehen können. Generell ist viel mitfühlender, als sie es zu Beginn der Reihe war. Wo sie damals keine Gnade hatte walten lassen, kann es nun vorkommen, dass sie zumindest Chancen auf ein gutes Leben lässt. Diese Wendung mag ich sehr gerne und es zeigt, dass selbst in dem Herzen einer bösen Königin etwas Gutes schlummert. Die anderen Feen konnten mich voll und ganz von sich überzeugen. Ich habe große Sympathie mit der Rabenmutter und der Eishexe geschlossen. Generell sind mir die Charaktere sehr ans Herz gewachsen, sie kamen mir nahe und nun bin ich etwas wehmütig zurückgelassen worden.

Inhalt:
Auch der dritte Teil setzt, wie schon Band 2, da an, wo der Vorgänger stoppte. Viele Feen sind bereits ums Leben gekommen und nur wenige bleiben noch. Lilith versucht noch immer, Pandora zu retten und weiß nun, dass sie ihre Kräfte dafür zurückerhalten muss. Sie muss wieder zu dem werden, was sie am meisten fürchtet.
Da ich Band drei direkt nach Band zwei begonnen habe, fiel mir der Einstieg sehr leicht. Ich war schnell in der Geschichte gefangen und habe mit Lilith mitgefiebert. Die Handlung ist flüssig und folgt einem roten Faden, die Sprache der Autorin ist mitreißend und einzigartig. Julias Schreibstil ist atemberaubend und fesselte mich auch mit diesem Buch. Auch hier ist die Stimmung düster und sehr melancholisch – meiner Meinung nach schon fast zu melancholisch. Besonders gegen Ende war die Stimmung sehr gedrückt. Ich habe das Buch mit einem lachenden und einem weinenden Auge beendet, denn einerseits wollte ich unbedingt wissen, wie denn nun die Geschichte der Feen endet und andererseits wollte ich nicht, dass sie endet, da ich richtig in dieser Welt versunken bin. Mit dem Ende weiß ich ehrlich gesagt nicht, ob ich zufrieden bin, oder nicht. Während des Lesens habe ich mir so sehr ein anderes gewünscht, doch ich verstehe auch, wieso die Autorin es so enden ließ. Ich habe noch immer die kleine Hoffnung, dass diese Reise nach Pandora nicht die letzte war und dass es vielleicht doch noch ein anderes Ende für Lilith geben kann.
 Dieser letzte Teil der Trilogie beantwortet viele Fragen und doch hat es mich mit vielen zurückgelassen. Mit manchen Erklärungen konnte ich leider nicht besonders warm werden und ich muss zugeben, dass ich manche Verstrickungen etwas unglaubwürdig gefunden habe.
Nichts desto trotz ist dieses Buch ein toller Abschluss einer (hoffentlich noch nicht) beendeten Reihe.

Cover:
Wie auch schon die beiden Vorgänger hat der letzte Teil der Trilogie ein ähnliches Cover, nur ist es dieses Mal in Rot gehalten worden. Es gefällt mir sehr gut, auch wenn ich zugeben muss, dass das Cover von Band zwei mein Lieblingscover der Reihe ist. Dennoch ist auch dieses Cover wunderschön

Empfehlenswert: Ja, dieses Buch kann ich weiterempfehlen. Es ist ein gebührender Abschluss der Trilogie.   







Die Dreizehnte Fee - Entzaubert

Dienstag, 15. Mai 2018

Fakten:
Buchtitel: Die dreizehnte Fee - Entzaubert
Originaltitel: Die dreizehnte Fee - Entzaubert
Autor: Julia Adrian
Verlag:  Drachenmond Verlag
Buchreihe: Die dreizehnte Fee, Band 2
Seitenanzahl: 220 Seiten
ISBN: 978- 3959911320
Preis: 3,99€ Kindle, 12,00€ Taschenbuch

Inhaltliches:
Erzählperspektive: erste Person aus der Sicht der dreizehnten Fee
Lesbarkeit:  sehr flüssig
Besonderheiten des Buches: Fanbilder am Ende des Buches

Klappentext:
"Ich bin der Anfang, ich bin das Ende." Fünf Feen fielen unter dem Schwert des Hexenjägers. Jetzt ist es die Königin, die er jagt. Im hohen Norden sieht die Dreizehnte Fee dem Urteil der verbliebenen Schwestern entgegen. Und nur eine weiß das Ende, doch ihre Macht schwindet und mit ihr die einzige Chance das Rätsel um die Erweckung der gefährlichsten aller Feen zu entschlüsseln. Sieh hin, flüstert die Königin. Lerne, was es heißt, mich zu betrügen!

Charaktere:
Die Charaktere sind dieselben, wie aus dem ersten Band. Lilith ist nach wie vor die Protagonistin und noch immer ist sie mir sympathisch geblieben. Sie wirkt sehr authentisch und ich konnte ihre Entscheidungen und ihre Beweggründe nachvollziehen. Olga ist mir ebenfalls ans Herz gewachsen, auch wenn sie keine große Rolle bekommt. Der Hexenmeister ist ebenfalls vertreten, doch, wie bereits in Band eins, bleibt er ein großes Rätsel und umgibt sich mit Geheimnissen. Leider wurden diese noch immer nicht gelüftet – ich hoffe, dass in Band drei mehr über ihn erfahren werden kann.
Ein großer Pluspunkt ist bei den Charakteren jedoch die Darstellung der Nebencharaktere. Mir hat es gut gefallen, dass die anderen Feen einen großen Stellenwert in der Geschichte bekommen haben und dass ihre Geschichten ebenfalls behandelt wurden. Auch die zahlreichen Rückblenden, die sich auf die verschiedenen Feen beziehen, haben mir gut gefallen. Nach dem zweiten Band – und vor allem nach dem Ende – versteht man nun auch die übrigen Feen gut und erkennt, dass diese auch ihre guten Seiten haben, auch wenn sie diese wirklich gut verstecken können. Auch von Lilith gibt es neue Dinge zu entdecken, man erfährt mehr über ihre Vergangenheit und über ihre Beziehungen zu den anderen Feen.

Inhalt:
Der zweite Teil setzt dort ein, wo der erste Band aufhörte. Lilith kommt zu ihrer Schwester in den hohen Norden und wird dort gefangen gehalten. Ihre Schwester ruft die verbliebenen Feen zu sich, damit sie ein Urteil über Lilith fällen können, doch Lilith kann sich ihren Schwestern entziehen und findet sich wieder in den Fängen des Hexenjägers wieder, der auch in diesem Buch eine große Rolle spielt.
Band zwei konnte mich genauso von sich überzeugen, wie es schon der erste Band konnte. Ich war schnell in der Geschichte gefangen und bin regelrecht durch die Seiten geflogen. Die Geschichte geht spannend weiter, denn nachdem Lilith ihren Schwestern entkommen ist, lernt sie Seiten an ihnen kennen, die entweder in Vergessenheit geraten sind, oder, die sie neu kennenlernen kann. Die düstere Atmosphäre ist erhalten geblieben, der Schreibstil fließend. Ich konnte gut mitfühlen und durch die Rückblenden, von denen es in Band zwei wirklich eine Menge gibt, ist ein großer Teil der Vorgeschichten der Schwestern abgedeckt worden. Viele Handlungen und Einstellungen sind klarer geworden. Eine großartige Geschichte, wer Band 1 mochte, wird um Band 2 nicht herumkommen. Eine gelungene Fortsetzung, die seinem Vorgänger in nichts nachsteht.

Cover:
Das Cover passt zu Band 1, es ist im selben Stil gehalten. Die Farben sind heller geworden, doch das Portal und die Verzierungen sind dieselben. Ein schönes Cover, das sich gut im Bücherregal macht und das zum Kaufen anregt.

Empfehlenswert: Ja, dieses Buch ist sehr empfehlenswert. Wer Band eins verschlungen hat, wird mit Band zwei bestimmt seine Freude haben.